Neues Logo und sehr viel Arbeit
Aktualisiert (Dienstag, 17. März 2009 um 16:40) Geschrieben von: Administrator Dienstag, 20. Januar 2009 um 00:00
Das ist es nun! Das Logo des Stadtmarketing- und Tourismusverbands.
Die Diskussion zum Logo spalten die Gemüter. Ich bin auch der Meinung - Der große Wurf war das nicht.
Schon die Aufgabenstellung reduziert Cottbus auf Energie und Pückler, dabei stehen auf Cottbus.de dem offiziellen Portal der Stadt mindestens 5 Punkte zu dem was Cottbus sein will.
- Cottbus – Stadt der Wirtschaft
- Cottbus – Stadt der Wissenschaft und Bildung
- Cottbus – Stadt der Messen, Kongresse und Dienstleistungen
- Cottbus – Stadt der Gesundheit und Erholung
- Cottbus – Stadt der Kultur und des Sports
Wenn man dem Logo eins zusprechen kann - es hat Interesse geweckt. Das es auch zu weiteren Ideen inspiriert zeigt der Frontblog - einem Blog für News aus der Grafikszene. Wurde das Preisgeld von 8000 Euro eigentlich geteilt?
Nun ist es da und es soll verwendet werden. "Nachbesserungen" sind scheinbar nicht vorgesehen. Jetzt werden Einsatzmöglichkeiten für das Cottbuser Logo gesucht. Cottbuser Firmen äußern sich von vielleicht bis hin zum strikten nein. Auf Briefbögen der Firmen in Cottbus wird man das Logo also vergeblich suchen. Ob sich die Cottbuser das Auto mit dem Logo schmücken ist bei über 80% Ablehnung auch fraglich.
Aber lassen wir das Logo. Im Grunde geht es ja um die Arbeit des Marketingverbandes. Ein neunköpfiger Vorstand wird den Donnerstag gegründeten Stadtmarketing- und Tourismusverband führen. Dazu gehören:
- Oberbürgermeister Frank Szymanski
- Bernd Koch (CMT),
- Olaf Schöpe (Waldhotel),
- Simone Hermann (Blechen-Carré),
- Dr. Wolfgang Krüger (IHK),
- Reinhardt Hassa (Vattenfall),
- Wulf-H. Goretzky (EGC),
- Andreas Wirth (Agentur Kleitz & Wirth),
- Uwe Klaan (Medienverlag Lausitzer Rundschau).
Er verkörpert auch die Leiter der künftigen neun Arbeitsgruppen, die sich thematischen Schwerpunkten zuwenden sollen. Bis März sammelt der Verband Ideen, um einen Marketingplan für 2010 zu erarbeiten. Man lässt sich also Zeit. Indes an Ideen scheint es nicht zu mangeln; Vorstandsvorsitzender Frank Szymanski meint: „Warum soll aus unserer Stadt nicht die Idee einer ‘Energiestadt Europas’ kommen? Wir können ein Internationales Musik-Gymnasium einrichten oder Pückler-Festspiele ausloben - alle diese Ansätze muss der Verband verfolgen und die Akteure dafür zusammen bringen!“ Dafür wurde ins klamme Stadtsäckel gegriffen. 85 000 Euro Starthilfe gibt die Stadt Cottbus dazu ein Büro im Rathaus und eine Mitarbeiterin, Daniela Paulig. Eine Geschäftsführer-Position soll noch ausgeschrieben werden. Auf Dauer soll sich der Verband aus Drittmitteln finanzieren, denn die Mitgliedsbeiträge sollen in konkrete Projekte fließen!
Leider hat der Verband vergessen für sich selbst Marketing zu machen. Nirgends - und ich beziehe mich auf das Internet - konnte ich eine Adresse oder Telefonnummer zum Verband finden. Auch wurde es versäumt die billigste Verbreitung von Nachrichten in der Welt das Internet für sich zu nutzen. Ein Webauftritt des Verbandes steht scheinbar nicht am Start. Wohin soll der engagierte Cottbuser also seine Anregungen und Ideen senden? Wenn ein Internet-Auftritt geplant ist, dann hoffentlich besser als der, der EGC der die Nutzer des Internet Explorer (mehr als 50% aller Nutzer) von einer korrekten Nutzung ausschließt.
Bleibt also noch viel Arbeit für alle Beteiligten und zu hoffen, dass nicht so etwas wie ein besserer Rotarier-Club entstanden ist, um eigene Interessen unter dem Mantel des Stadtmarketing durchzusetzen. Zusammen kommen kann man auch alle 14 Tage in der VIP-Lounge des FC Energie Cottbus.


